Gang of Frogs im Community-Test: Viel Koop-Spaß mit Luft nach oben

Am 3. Oktober haben wir Gang of Frogs mit der Community rund vier bis fünf Stunden getestet. Die witzige Frosch-Idee, der Look und die Koop-Kämpfe haben uns richtig Spaß gemacht. Sonst wären wir bei diesem frühen Playtest wohl kaum so lange drangeblieben. Beim Balancing gab es allerdings Momente, in denen unsere Gruppe deutlich zu stark wurde.
Was ist Gang of Frogs?
Gang of Frogs ist ein Third-Person-Koop-Shooter mit Roguelite-Elementen. Ihr seid eine Crew von Frosch-Outlaws, zieht durch eine schräge Science-Fiction-Welt und stellt euch Horden monströser Käfer. Das Ganze lässt sich solo oder online mit bis zu drei Freunden spielen. Beute, Waffenverbesserungen und Karten sorgen dafür, dass ihr eure Frösche nach und nach stärker macht.
| Entwickler | Aska Studios |
|---|---|
| Publisher | Megabit Publishing |
| Genre | Koop-Shooter / Third-Person / Roguelite |
| Spieler | 1–4, solo oder Online-Koop |
| Unser Test | 3. Oktober 2026 · rund 4–5 Stunden · früher Playtest |
| Geplanter Release | 2027 laut Steam und Publisher; Early Access angekündigt, kein bestätigtes Quartal |
Eine einfache Grundidee, die uns lange beschäftigt hat
In unserem Test ging es darum, pro Stage die geforderte Quote zu erfüllen: genug Gegner erledigen, durch die Räume kommen und sich bis zum Boss vorarbeiten. Dazwischen konnten wir unterschiedliche Waffen freischalten und mit Upgrades verändern. Die Grundlage war gut zu verstehen – die Möglichkeiten dahinter mussten wir uns erst nach und nach erschließen.
Das fand ich grundsätzlich gut. Ich mag es, wenn ein Spiel Raum lässt, selbst etwas herauszufinden. Bei den tieferen Mechaniken wäre ein ausführlicheres Tutorial trotzdem hilfreich. Nicht alles muss einem vor die Füße gelegt werden, aber ein paar zusätzliche Erklärungen hätten uns den Einstieg leichter gemacht.
Karten kaufen, kombinieren und den eigenen Build verbessern
Die Kartenmechanik war für mich eines der Highlights. Im Playtest konnten wir im Shop Karten als Upgrades kaufen, sammeln und passend zu unseren Waffen zusammenstellen. Es ging also nicht nur darum, irgendeine Verbesserung mitzunehmen: Die Kombination der Karten entschied mit darüber, welche aktiven oder passiven Fähigkeiten unsere Waffen freischalten konnten.
Das ist ein Stück weit wie beim Pokern. Man arbeitet auf passende Kartenbilder hin – beispielsweise auf eine Straße mit aufeinanderfolgenden Werten oder ein Full House aus einem Drilling und einem Paar. Solche Kombinationen machen aus einzelnen Karten einen stärkeren Build. Welche Fähigkeit dabei herauskommt, hängt von den Karten und der jeweiligen Waffe ab.
Genau das hat uns neugierig gemacht: Welche Karte fehlt noch? Lohnt sich dieser Kauf für meine Waffe? Und was verändert sich, wenn ich eine andere Kombination ausprobiere? Zusammen mit den Waffen-Upgrades entsteht daraus eine spannende Schleife aus Sammeln, Kombinieren und Experimentieren. Die Erklärung beschreibt, wie wir das System im Test erlebt haben; spätere Builds können sich noch verändern.


Was mir besonders gut gefallen hat
- Der Koop-Spielspaß: Mit Freunden ausprobieren, sich austauschen und gemeinsam durch die Kämpfe kommen – dafür hat das Spiel sehr gut funktioniert.
- Idee, Look und Atmosphäre: Frösche als Outlaw-Crew fand ich allein schon witzig und cool. Die ungewöhnliche Welt hat Charakter.
- Karten und Waffen-Upgrades: Die Kombinationen machen neugierig auf neue Builds und geben dem Grundprinzip zusätzliche Tiefe.
- Ein früher Test, der uns beschäftigt hat: Wir hätten nicht annähernd fünf Stunden gespielt, wenn es uns keinen Spaß gemacht hätte.
Wo für mich noch Luft nach oben ist
Healing und sehr starke Kombinationen waren der größte Punkt. Wir konnten uns irgendwann dauerhaft heilen und hatten dadurch beim Endboss keinen Wipe. Mit dieser Kombination hätten wir theoretisch sehr lange weiterspielen können – uns fehlte eher die Zeit als das Leben. Das nahm den späteren Kämpfen einen Teil ihrer Spannung.
Auch Gegner und Abläufe wiederholten sich mit der Zeit. Ich würde das eher als etwas einseitig beschreiben als als langweilig: Das Grundspiel hat Spaß gemacht, aber mit einem sehr starken Build mussten wir uns irgendwann nicht mehr so viel neu überlegen. Auch die verschiedenen Boss-Abschnitte konnten uns mit diesem Build nicht mehr richtig unter Druck setzen.
Mehr Gegnervarianten, neue Maps, abwechslungsreichere Bosskämpfe und ein besser abgestimmtes Healing würden dem Konzept aus meiner Sicht sehr guttun. Dass wir eine frühe Testfassung gespielt haben, gehört dabei zur Einordnung. Das ist mein Eindruck von diesem Build und keine abschließende Bewertung des fertigen Spiels.
Mein Fazit: 3,5 von 5 Erdbeeren
Ich habe tatsächlich zwischen 3,5 und 4 geschwankt. Vier wäre schon eine sehr starke Wertung. Für diesen ersten Test bleibe ich bei 3,5 von 5 Erdbeeren, weil ich noch Luft nach oben lassen möchte – vor allem beim Balancing und bei der Abwechslung.
Das nimmt dem Spiel nicht den Spaß, den wir damit hatten. Allein das Konzept, der Aufbau und die Kartenideen machen Lust auf mehr. In einer kleinen Gruppe, die regelmäßig gemeinsam spielt und neue Kombinationen entdeckt, sehe ich viel Potenzial. Die fehlenden anderthalb Erdbeeren sind für mich die Luft nach oben: Wenn Healing, Gegner- und Bossvielfalt weiter ausgebaut werden, halte ich 4,5 Erdbeeren oder sogar mehr durchaus für möglich. Das ist Potenzial für die Zukunft – meine Wertung für diesen Test bleibt bei 3,5.
Release, Wunschliste und das geplante Video
Der Early-Access-Start ist angekündigt; aktuell nennen Steam und die offizielle Publisher-Seite 2027 als geplantes Release-Jahr. Ein konkretes Quartal ist dort nicht bestätigt. Die Entwickler stellen unter anderem mehr Inhalte, zusätzliche Ausbauwege und eine größere Vielfalt an Levels und Gegnern in Aussicht. Wie sich das entwickelt, werde ich gerne weiter verfolgen.
Gang of Frogs auf Steam entdecken & auf die Wunschliste setzen ↗
Ein nachbearbeitetes Video zu unserem Test ist geplant. Der alte Stream-VOD ist leider nicht mehr verfügbar; sobald das Video fertig ist, ergänze ich den Link hier im Beitrag. Wenn ihr solche Indie-Entdeckungen live erleben möchtet: Dienstags teste ich neue Spiele auf Twitch. Ich freue mich, wenn ihr dabei seid!
Zum Twitch-Kanal ↗ · Zum aktuellen Streamplan
Offizielles Titelmotiv: © Aska Studios / Megabit Publishing, unverändert von der offiziellen Spielseite übernommen. Weiteres offizielles Motiv: Frosch-Crew am Kartentisch, ebenfalls unverändert vom Publisher. Community-Bild: eigener Gameplay-Screenshot von StrawberryWolfTV. Allgemeine Spielinfos und Release-Stand: Steam und Publisher, geprüft am 13. Oktober 2026. Eindrücke und Bewertung beruhen auf unserem Community-Test.
Community-Test: 03.10.2026 · früher Playtest, rund 4–5 Stunden. Allgemeine Produktinfos geprüft am 13.10.2026; persönliche Ersteindrücke, keine Bewertung der fertigen Vollversion.